Aktuelle Veranstaltung:

Lösel und Trautmann

Bukowskis letzter Schnitt

Fr. 28. April, 20:00 Uhr

In "W. Tümmels Buchdruckerei und Verlag GmbH", dem ältesten noch bestehenden Verlag in Nürnberg, erschien im Mai 1994 das Buch "Pegnesischer Blumenorden in Nürnberg — Festschrift zum 350jährigen Jubiläum". Diese Veröffentlichung (208 Seiten, 13 Abbildungen) ist aus der Arbeit des Festschriftauschusses des Blumenordens hervorgegangen. Inhaltlich hat sie folgendes zu bieten:

Grußwort des Bayerischen Staatsministers für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst

Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt Nürnberg

Grußwort des Präses des Pegnesischen Blumenordens

Welt und Gegenwelt im Nürnberg des 17.Jahrhunderts, von Max Reinhart. Erläutert wird die sozialkritische Funktion der Prosaekloge "Die Nymphe Noris" von Johann Hellwig im 17. Jahrhundert.

Johann Klaj in Kitzingen, von Ernst Rohmer. Eine Ehrenrettung des Pfarrers und Mitbegründers des Blumenordens, der der Untätigkeit bezichtigt worden war.

Ister-Clio und Silvano, von Heimo Cerny. Es geht um Catharina Regina von Greiffenbergs und Sigmund von Birkens "Innigfreundschaft"

Aus den Schatzkammern des Pegnesen-Archivs, von Theodor Verweyen. Ein in seltener Klarheit abgedrucktes handschriftliches Figurengedicht in Kreuzesform der Catharina Regina von Greiffenberg wird einer umfassenden Interpretation unterzogen.

Gertrud Möller, von Beatrix Adolphi-Gralke

Ein fürstlicher Besuch im Irrhain vor 280 Jahren, von Gerhard Hirschmann

"Wir hören eine Stimm aus ihren Steinen brechen..."; Helge Weingärtner erläutert die Ikonographie der Karlsbrücke in Nürnberg

Vom Dichterkränzlein zur Hochburg patriotischer Bürger, (1699-1794); von Werner Kügel

Der Literarische Verein in Nürnberg, von Johannes Geiger

Der lustige Ordensrat, von Christa Schaedel. Ein versmächtiges Original des Blumenordens im ausgehenden 19. Jahrhundert, Friedrich Knapp, wird auszugsweise gewürdigt.

Industrielle Verbindungen des Ordens im 19. Jahrhundert, von Marie Friederich

Die Jubelfeiern des Pegnesischen Blumenordens in den Jahren 1844 und 1894, von Ottmar Zagel

Der Pegnesische Blumenorden zur Zeit der letzten Jahrhundertwende, von Christine Korten

Schwere Zeiten, von Christine Kreutz

Anfänge der Gegenwart, von Lothar Lippmann

Pegnesen schreiben, von Inge Meidinger-Geise, eine Anthologie der letzten 50 Jahre.

Blumensymbolik, von Elisabeth Wolf

Fortwährende Breitenwirkung, von Hans-Martin Hagen. Es geht um Gesangbuchtexte aus der Feder von Pegnesen, die heute noch verwendet werden.

Verzeichnis der Vorstandsmitglieder und Ordensräte seit 1894

Namen- und Stichwortverzeichnis

Die Verfasser: in dieser Liste findet sich vom einfachen Mitglied des Ordens ohne akademische Würden bis zum Universitätsprofessor mit Institutsleitung, vom Nürnberger zum U.S.-Amerikaner, ein breites Spektrum kulturbewußter Menschen, denen der Blumenorden etwas bedeutet.

Es war das Bestreben des Herausgebers (Werner Kügel), Einfälle möglicher Verfasser aufzugreifen und zu Beiträgen anzuregen, aber möglichste Freiheit in der Behandlung zu lassen. Eingriffe wurden nur gelegentlich aus typographischen Gründen nötig. Somit ist ein Buch entstanden, das Nürnberger Kultur anhand eines nicht alltäglichen Beispiels eng zusammenfaßt, ohne Ausdruck geistiger Enge zu sein. Es liest sich in jedem Beitrag etwas anders, teilweise sehr fachkundig, teilweise plaudernd, teilweise poetisch, teilweise als lakonische Mitteilung. Die Anordnung der Gegenstände folgt etwa der geschichtlichen Reihenfolge, aber man kann jeden Beitrag für sich und alle in beliebiger Reihenfolge lesen. Zusammen mit dem Inhaltsverzeichnis möchte ein Namen- und Stichwortverzeichnis am Schluß zur Auffindung von Einzelheiten und Querbezügen eine Hilfe sein. Man verspricht nicht zuviel, wenn man dem Wissenschaftler einige überraschende und bedeutsame Neuigkeiten, dem Liebhaber der Dichtung einige angenehme und zur Betrachtung anregende Verse sowie dem breiteren Publikum einige vergnügliche Darstellungen Nürnberger Eigenheiten in Aussicht stellt. Beispielsweise sind drei Gedichte Conrad Ferdinand Meyers abgedruckt, die dieser 1897 als auswärtiges Mitglied an den Blumenorden schickte; sie sind in der historisch-kritischen Ausgabe seiner Werke nicht enthalten, also vermutlich noch nie veröffentlicht worden. Helge Weingärtner hat die Karlsbrücke in Nürnberg in einer Weise gedeutet, daß der Nürnberger von heute erst daraufhin wieder mit Verständnis darüberläuft. Marie Friederich hat von Scharrer bis Schuckert alle bedeutenden Industriellen und Träger des Fortschritts angeführt, die sich im vorigen Jahrhundert im Blumenorden ein Stelldichein gaben. Dies sind wohl die überraschendsten Funde. Was sonst noch enthalten ist, empfiehlt sich der Aufgeschlossenheit für einen seltenen Gegenstand.

Die Festschrift wird im Buchhandel vertrieben; der Ladenpreis beträgt DM 32,00.