NACHRICHTEN

Mitglieder

Wir betrauern den Tod von fünf Mitgliedern

 

Am 27. 1. 2012 verstarb

Frau Anke Geiger

Mitglied Nr. 1679

im 79. Lebensjahr

 

Sie war geboren am 28. 4. 1933, Ehefrau von Johannes Geiger (3. Ordensrat, Nr. 1589), in der evangelischen Frauenarbeit in Bayern führend tätig, und organisierte  über den Deutschen Evangelischen Rundfunkdienst landesweite Medienbeobachtungsgruppen. Als Vorsitzende des Nürnberger Deutschen Evangelischen Frauenbundes hat sie über ihre Mitglieder traditionell enge Verbindungen zum Orden gehabt. (Sie hat auch am 12. April 1994 einen Vortrag bei uns gehalten.) Sie veröffentlichte Aufsätze zur Verbandsarbeit, gab Andachtstexte und Kommentare heraus im Sinne einer verantwortlichen Mitarbeit von Frauen in der Kirche und Gesellschaft. Aufgenommen wurde sie am 1. 5. 1996 und arbeitete regelmäßig im Sprachpflegeausschuß mit. Sie regte die Schallaufzeichnung aussterbender Dialekte an, die während des Jahres 2006 im "Haus der Heimat" durchgeführt wurde. Zu ihrer Beerdigung auf dem Rochusfriedhof am 2. 2. 2012 erschienen mehrere Ordensmitglieder, darunter der Präses.

 

Am 20. 2. 2012 verstarb

Herr Manfred H. Grieb

Mitglied Nr. 1682

im 80. Lebensjahr

 

Er war geboren am 6. 2. 1933 in Würzburg, durchlief 1947-50 eine kaufmännische Lehre und gleichzeitig Fremdsprachenstudien (Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Französisch) in Würzburg; außerdem nahm er ein Gaststudium der Neuphilologie an der Universität Würzburg auf; 1951-64 war er als Exportkaufmann für die Firma J. S. Staedtler, Nürnberg, tätig, davon 10 Jahre in Südamerika; 1964-69 Verkaufsleiter bei Benedict & Dannheisser, Nürnberg. 1969 machte er sich selbständig und baute die Kette „karten-vitrine“ in Nürnberg, Erlangen, Schweinfurt, und Bamberg auf. 1993 verkaufte er das Unternehmen und war danach eine zeitlang Galerist („Fränkische Bilder-Galerie Grieb & Popp ohG“) und Privatgelehrter (Nürnberger Kunst und Kunstgeschichte). In den Blumenorden wurde er aufgenommen am 28. 10. 1996. Er amtierte als Vizepräses von 8. 2. 2000 bis 13. 2. 2008, als er aus Altersgründen nicht mehr kandidierte. Als Frucht jahrelanger Bemühungen gab er das Nürnberger Künstlerlexikon heraus, das am 8. November 2007 mit einer Feier im Großen Rathaussaal der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Das Ehrenkreuz des Blumenordens erhielt er am 2. Dezember 2007. Er kümmerte sich häufig um die organisatorische Seite der Herbstfahrten. Stiftete 2008 einen Gedenkstein für das Verzeichnen verdienter Mitglieder im Irrhain; gründete im Januar 2009 einen Verein zur Errichtung eines Kulturhistorischen Museums für Nürnberg. Er hat sich nicht nur ein Denkmal errichtet.

 

Am 3. 3. 2012 verstarb

Herr StD i.R. Alfred Raab

Mitglied Nr. 1724

im 87. Lebensjahr

 

Er war geboren am 4. 11. 1925 in Nürnberg. Nach Volksschule, Abitur, Wehrdienst, Kriegsende wurde er Dolmetscher und Übersetzer. Sein Studium in Erlangen und Nürnberg umfaßte Sprachen und Wirtschaftswissenschaften. Zunächst arbeitete er als Leiter von Dolmetscherkursen an der Atlas-Sprachschule Nürnberg, dann als Lehrer an drei weiterführenden Schulen in Nürnberg. Als Mundartautor veröffentlichte er u.a.: Max und Moritz, zwei Fassungen; Struwlbeda; Unsä Göte. Seit 1953 war er Geschäftsführer des Filmklubs Nürnberg und freier Mitarbeiter der Nürnberger Nachrichten im Bereich Film- und Fernsehkritik. Als Dozent an der Volkshochschule unterrichtete er Deutsch, Englisch sowie Esperanto und hielt Seminare zur Rechtschreibreform für verschiedene Auftraggeber. In den Blumenorden aufgenommen wurde er am 1. Juni 2004 und fungierte als Ordensrat für die Sprachpflege von 28. 1. 2004 bis 18. 2. 2009. Einige seiner Werke fanden Aufnahme in die Ordensbibliothek.

 

Am 11. 3. 2012 verstarb

Frau OStR i.R. Ida Junginger

Mitglied Nr. 1342

im 101. Lebensjahr

 

Sie war geboren am 3. 4. 1911 in Nürnberg und wurde in den Blumenorden aufgenommen im Jahr 1939. Als Kunsterzieherin arbeitend, machte sie sich im Orden verdient durch Ausschmückungen von Feiern und durch Stiftung eines selbstgefertigten künstlerischen "Hansels" (einer Sammelbüchse). Bis ins hohe Alter blieb sie aktiv in Vereinen, blieb dem Blumenorden eine Weile fern, besuchte aber seit 2006 wieder Ordensversammlungen und hielt im Oktober 2007 einen Vortrag über den Maler Carl Blechen. Zur Feier ihres 100. Geburtstages rezitierte Godehard Schramm und gratulierte der Oberbürgermeister. Sie hat in ganz persönlicher Weise dem Orden Ehre gemacht.

 

Am 3. 4. 2012 verstarb

Eleonore von Herford

Mitglied Nr. 1485

im 91. Lebensjahr

 

Sie war geboren am 16. 8. 1921 und trat dem Blumenorden 1953 als Ehefrau des Präses Dr. von Herford bei. 1969 sah sie keine Veranlassung mehr, Mitglied zu bleiben, doch ist sie uns keine Vergessene. Nach längerer Krankheit und aufopferungsvoller Pflege durch ihre Tochter Fee von Eyb wurde sie am 19. 4. 2012 in der Familiengruft zu Eibach wieder mit ihrem Manne vereint.

 

Als Mitglied Nr. 1767 begrüßen wir:

Herrn Dipl.-Ing. Marquard Ciolek. Er hat sich bereits zur Pflege des Irrhains unentbehrlich gemacht und unser aller Dank verdient. Seine konzeptuellen Überlegungen in Abstimmung mit Dipl.-Landschaftsarchitekt Wiegel werden uns noch sehr wertvoll sein.

 

Zur Mitgliedschaft ist vorgeschlagen:

Frau Naduhheide Schmidt, seit 1941 auf der Welt nach dem Motto: „Ich lebe, was kommt“. Zeitweise Platzanweiserin in einem Kino, Technische Zeichnerin in einer Maschinenfabrik, Verkäuferin im Kaufhaus, Diakonische Helferin im Krankenhaus Neuendettelsau, Kosmetikerin, Statistin am Schauspielhaus, Hauswirtschaftsgehilfin. Durch Ehe und Familie zur Hausfrau erhoben, hängt ihr Herz an der Malerei, gilt ihre Liebe der Poesie. Von Geburt Österreicherin, spricht und schreibt sie Hochdeutsch und Fränkisch. 1989 wurde ihr für ihre literarischen Verdienste der Frankenwürfel verliehen. Sie wurde vorgeschlagen von Günter Stössel und Dr. Reinhard Knodt.

 

Bedeutende Tätigkeit von Mitgliedern:

Aus dem „Schwabacher Tagblatt“, 8. 9. 2011

Auf Bitte der Bayerischen Staatsbibliothek München hat der Schwabacher Historiker Eugen Schöler für das „Historische Lexikon Bayerns“ einen umfangreichen Beitrag über eine der ältesten fränkischen Adelsfamilien geschrieben […] Mehrere Mitglieder [der Familie von Eyb] amtierten als Fürstbischöfe oder Domherren in Bamberg und Eichstätt, andere waren Erbkämmerer des Hauses Brandenburg oder Komture des Deutschen Ritterordens […] Zu den bekanntesten Vertretern des Geschlechts gehörte Ritter Ludwig (V.) von Eyb (1417 bis 1502), der den ersten drei Markgrafen- und Kurfürstengenerationen des Hauses Brandenburg als wichtigster Berater diente, sowohl in Franken als auch in Berlin. Zeitlos gültig blieb sein Rat an die damals Regierenden in Berlin: Die Steuereinnahmen sollten zu einem Drittel für die Ausgaben des Hofes und der Regierung eingesetzt werden, das zweite Drittel zur Tilgung der Schulden, und das restliche Drittel sollte als Rücklage für schlechte Zeiten dienen. […] Die Endfassung des Lexikon-Textes und die Bildauswahl zur Familiengeschichte derer von Eyb erfolgte auf Bitte von Eugen Schöler gemeinsam mit Fee Freifrau von Eyb, der verdienstvollen Archivarin der Familiendokumente. […] Seit 2009 konnten rund 800 Beiträge […] „online“ gestellt werden und sind damit für jedermann zugänglich, wie jetzt auch die Arbeit von Eugen Schöler und Freifrau von Eyb.

 

Nachrichten aus der Hauptversammlung (Auszug)

Nach Begrüßung und Feststellung, daß ordnungsgemäß eingeladen worden ist (durch Ankündigung im Mitteilungsheft vom Januar 2012), fragt der Präses nach Einwänden zum vorigen Protokoll und Wünschen zur Tagesordnung. Es werden keine erhoben. Dann gibt er eine kurze Standortbestimmung des Ordens, in der er auf die Entwicklung des Mitgliederbestandes (115 im Januar 2010), die Angliederung der Museenlesungen und das Bild des Ordens nach außen eingeht.

Frau Fink verliest aus dem Jahresbericht 2011, welcher den Teilnehmern vorliegt, die Texte zum Gedenken an verstorbene Mitglieder. Es wird beschlossen, daß der Jahresbericht ins Internet gestellt wird. Herr Körner erbietet sich, das in deutscher Schrift abgefaßte Chronikbuch fortzuführen.

Herr Direktor Platzer gibt Aufschluß über die finanziellen Verhältnisse des Ordens. Die Buchhaltung ist zuvor außerdem von Herrn Thomas Wirkner und Frau Köstler überprüft worden. Die Buchprüfer haben erklärt, daß alles ordnungsgemäß verzeichnet ist. Die Einnahmen im Jahre 2011 beliefen sich auf 11563,06 €, davon sind allerdings 6100 € ein Zuschuß des Landesamts für Denkmalpflege zu der Sanierung der Denkmäler und des Portals im Irrhain; an Beiträgen liefen 3132 € ein, an Spenden 1065 €. Die Ausgaben erreichten 8625,64 €. Im Grunde hat der Orden damit ein Defizit gemacht. Das Vermögen ist um 2000 € geringer anzusetzen, als es die Bücher ausweisen, weil dieser Betrag nur zum Durchlauf an die Organisation der Museenlesungen bestimmt ist. Der Blumenorden wird dennoch seine satzungsgemäßen Aufgaben im Jahr 2012 erfüllen können. Größere Projekte, wie die Fortführung des Zaunes an der Nordseite des Irrhains, müssen noch zurückgestellt werden.

Herr Ebner stellt den Antrag auf Entlastung der Vorstandsmitglieder. Diese wird bei Enthaltung des Vorstands von allen übrigen Anwesenden gewährt. Frau Kaliwoda spricht im Namen des Ordens den Dank für die geleistete Arbeit aus.

Folgende Namen werden zum Eingravieren auf der von Herrn Grieb gestifteten Stele vorgeschlagen: Herr Wilhelm Malter, Herr Hans Recknagel, Herr Pfarrer Horst Gloßner, Frau Dr. Elisabeth Wolf. Die Auswahl dieser verstorbenen Mitglieder aus einer größeren Anzahl von Vorschlägen erfolgt aufgrund eines Memorandums, das Herr Grieb dem Präses hat zugehen lassen. Jedes Zeichen, ob Buchstabe oder Ziffer, kostet in einer Höhe von 3,5 cm einschließlich Zu- und Abfahrt der Handwerker 7 €. Für die Lebensdaten werden jeweils 18 Zeichen benötigt. Nimmt man sich alle diese Namen vor, kommen etwa 132 Zeichen zusammen, was einen Betrag von 924 € ausmacht. Nach dem 11. 5., wenn die Ausgaben für die Wiedereröffnungsfeier des Irrhains feststehen, wird der Vorstand über die Ausführung dieser Gravuren nach Kassenlage entscheiden. (Selbstverständlich wird nun auch Herrn Griebs Name zu diesen Gravierungen hinzukommen.)

Das Irrhainfest am 1. Juli wird die üblichen Kosten verursachen. Im Hinblick auf die Zahl der Sitzplätze an der Bühne bietet Herr Körner elf Gartenstühle zu den schon im Irrhain befindlichen zwölf an. Es wird überlegt, ob die rüstigen Zuschauer nicht die zwanzig Minuten des Irrhainspiels im Stehen verbringen können. Zur weiteren Feier am Denkmalplatz gibt es fünf Bierbankgarnituren, die durch jene Stühle ergänzt werden könnten.

Die Stadtverführungen finden dieses Jahr vom 21. bis 23. September statt und stehen unter dem Thema „Brücken“. Der Blumenorden kann in einer Nachtführung den Irrhain als Brückenschlag zwischen Natur und Kultur sowie zwischen Überlieferung und Neuanfang vorstellen. Herr Kügel bietet sich als Führer an und möchte die Veranstaltung am 22. 9. gegen 22 Uhr in der bewährten Weise unter Mithilfe der Pfadfinder durchführen.