
Im Blumenorden Mitglied Nr. 1608
Schatzmeister von 1981 bis 2018
Herr Karl Platzer, geboren am 11. Januar 1938 in Zwiesel, wusste kaum, wie ihm geschah, als ihn ein guter Kunde der Volksbank in der Adlerstraße, deren Direktor er war, plötzlich aufforderte, dem Pegenesichen Blumenorden beizutreten und das Amt des verstorbenen Schatzmeisters Wilhelm Malter (Mitglied Nr. 1414) zu übernehmen. Das glaubte er dem Präses, Herrn Dr. von Herford, nicht abschlagen zu können; und wenn es auch oft schwierig und gewiss mit viel Sonderarbeit verbunden war: gereut hat es ihn nicht. Vom 1. 7. 1981 bis 2018 übte er also dieses Amt in der umsichtigsten und zuverlässigsten Weise aus und ließ gerne bei den Irrhainfesten, wenn ihm der Pokal zum Dank gereicht wurde, die lange Dauer seines uneigennützigen Dienstes anklingen. Ansonsten blieb er im Hintergrund und schien sich in Entscheidungsvorgänge nicht einzumischen. Bei Aufräumarbeiten im Irrhain wirkte er regelmäßig und oftmals mit, und bei Vorträgen, Feiern und Ausflügen war seine Teilnahme immer gegeben. Vielleicht konnte er sich dabei auch von den Stürmen im Beruf erholen, denn in die Zeit vor seiner Pensionierung fiel die Fusion der Volksbank mit der Raiffeisenbank, die ihn an maßgeblicher Stelle viel Mühe kostete. Am 18. 8. 1994, mitten im Jubiläumsjahr, das den Orden in finanzieller Hinsicht sehr beanspruchte, erhielt er das Ehrenkreuz verliehen. Das Zusammenspiel der Organisatoren funktionierte auch dank seiner unaufgeregten Art sehr gut. Im Ruhestand bot er mehrmals den Vorstandsbesprechungen in seinem Haus den Ort, und sein Rat wurde gern eingeholt. Er schlug seinerseits mehrere Neumitglieder vor. Am 1. 7. 2018, 37 Jahre nach seinem eigenen Eintreten, wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Leider hinderten ihn zunehmend seine Altersbeschwerden, noch weiter tätig und gesellig zu bleiben. Die Überprüfung der Jahresabrechnungen mit dem neuen Schatzmeister und den Buchprüfern, die in seinem Haus in Fischbach stattfanden, waren seltene, aber als freudig empfundene Gelegenheiten zum Zusammensein, ausgezeichnet durch großzügige Gastlichkeit. Der Blumenorden gedenkt seiner als einer tragenden Persönlichkeit in schwieriger Aufbauphase.
