BIRKEN 400 – Sigmund-von-Birken-Festakt

Der Nürnberger Barockdichter und Netzwerker Sigmund von Birken (1626–1681) im Kontext des Pegnesischen Blumenordens

Sigmund von Birken ist nicht nur einer der bedeutendsten Dichter des Barock, sondern nach Georg Philipp Harsdörffer (1607–1658) auch der wichtigste Präses des Pegnesischen Blumenordens, der ältesten seit fast 400 Jahren bestehenden Sprach- und Literaturgesellschaft Deutschlands. Als Bestsellerautor, Netzwerker und Historiker, der den kongenialen Zusammenhang zwischen Wort und Bild, zwischen Kunst und Literatur erkannte, war Birken ein hochgeschätzter Repräsentant der Literaturstadt Nürnberg. Vernetzt mit mehreren Herrscherhäusern nutzte er seinen Einfluss nicht zuletzt zur Förderung literarisch tätiger Frauen.

Die Ausstellung in Kooperation von Germanischem Nationalmuseum, Stadtbibliothek Nürnberg und Pegnesischem Blumenorden würdigt das barocke Multitalent zu seinem 400. Geburtstag erstmals in noch nie öffentlich gezeigten Exponaten des 17. Jahrhunderts, darunter zahlreichen persönlichen Dokumenten wie Tagebüchern, Porträts, Urkunden und Korrespondenz.

Weitere Details:
Stadtbibliothek Nürnberg – Ausstellung BIRKEN 400 


Symposion:
Dienstag, 5. Mai 2026
14:00 Uhr
Katharinensaal, Am Katharinenkloster 6, 90403 Nürnberg

Ausstellungseröffnung:
5. Mai 2026
17:30 Uhr
Ebene L2, Ausstellungskabinett der Stadtbibliothek Nürnberg, Gewerbemuseumsplatz 4, 90403 Nürnberg

Ausstellung:
05. Mai bis 01. August 2026
Öffnungszeiten: Mo–Fr 11–19 Uhr, Sa 11–16 Uhr, Sonn- und Feiertage geschlossen, Eintritt frei

Kuratorinnenführung jeweils Mittwoch, 17 Uhr
03.06.2026, 17.06.2026, 01.07.2026, 15.07.2026, 29.07.2026
Treffpunkt auf der Ebene L2


Rückblick zum Festakt:

Am 5. Mai 2026, dem 400. Geburtstag des Sigmund Betulius (später: von Birken) nach Gregorianischer Zeitrechnung fand das lange geplante Symposium zum Werk und Leben des zweiten Präses im Katharinensaal Nürnberg statt. Grußworte sprachen Prof. Dr. Daniel Hess, Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums, Dr. Christine Sauer, Leiterin der Wissenschaftliche Stadtbibliothek Nürnberg und Dr. Frauke Bayer, Vizepräses und Kuratorin des Festakts und der Ausstellung. Auf die Vorträge stimmte Dr. Friedrich Seidel mit der Rezitation des „Glückwunschliedes“ von Georg Martius in lateinischer und deutscher Sprache ein.

Grußworte von Prof. Dr. Daniel Hess, Dr. Christine Sauer, Dr. Frauke Bayer und Dr. Friedrich Seidel (v. l.)

Es folgten Vorträge von Dr. Ralf Schuster („Die Pegnitzschäferinnen. Sigmund von Birken als Förderer literarisch tätiger Frauen“), Luca Penge („Res publica literaria europaea“) und Dr. Konrad Wieland („Sigmund von Birken gehört in die Schule“).
Den Festvortrag „Prominent – vergessen – neu zu entdecken. Sigmund von Birken, der bedeutendste Präses des Pegenischen Blumenordens“ hielt Prof. Dr. Hartmut Laufhütte, der zu diesem Anlass auch das Buch „Sigmund von Birken – Ausgewählte Gedichte für Leser von heute“ heraus gegeben hat. Moderiert wurde der Festakt von Holger Trautmann und musikalisch eingerahmt durch die Irrhainbläser mit Chorälen, zu denen von Birken getextet hat. 

Vorträge von Dr. Ralf Schuster, Luca Penge , Dr. Konrad Wieland und Prof. Dr. Hartmut Laufhütte (v. l.)

Im Anschluss konnte in der Stadtbibliothek die Ausstellung von Elisabeth Sträter, Leiterin der Stadtbibliothek Nürnberg und Dr. Frauke Bayer, der Kuratorin der Ausstellung, eröffnet werden. Gezeigt werden noch bis zum 1. August wesentliche und erstmalig öffentlich präsentierte Archivstücke zu Sigmund von Birken.

Einige der Schaustücke der Ausstellung „Birken 400“. Zu sehen bis 1.8.2026 in der Stadtbibliothek Nürnberg

Etwas kleiner, aber nicht weniger feierlich ging es dann am 6. Mai am Grabe Sigmund von Birkens auf dem Johannisfriedhof zu, wo der Pegnesische Blumenorden einen Kranz niederlegte.  Prof. Dr. Hartmut Laufhütte, begleitet von seiner Familie und den Symposiums-Referenten Dr. Friedrich Seidel und Dr. Ralf Schuster, hielt eine kleine Ansprache. Die Stadtheimatpflegerin Dr. Claudia Maué erklärte das Epitaph, Frau Elfi Heider von der Friedhofsverwaltung gab Erläuterungen zum Johannisfriedhof, Herr Pfarrer Willmer ließ die Sigismund-von-Birken Glocke der Friedenskirche läuten. Außerdem anwesend waren Ehrenpräses Prof. Dr. Werner Kügel, Präses Prof. Dr. Uli Rotfuss, Vizepräses Dr. Frauke Bayer, die Vorstandsmitglieder Dr. Michael Waschk und Thomas Körber, sowie Mitglied Erika Jordan.

Ein Blumenkranz zu Ehren Birkens an seinem Grab auf dem Johannisfriedhof